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Die älteste Pflasterstraße
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Seit Anfang des 19.Jh. stieß man bei Torfarbeiten immer wieder auf
altertümliche hölzerne Verkehrswege. Bis zur Jahrhundertwende glaubte man an
die römische Herkunft dieser Straßen. Diese Meinung wich später der
Erkenntnis, daß eine Vielzahl der Wege von der einheimischen Bevölkerung
angelegt wurde.
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Immer wieder versuchten Menschen, das Moor nicht nur zu bezwingen, sondern
es einfach zu überqueren. Die Neugier, was wohl hinter dem Moor ist, war
unbändig groß.
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Einer dieser Bohlenwege machte ganz besonders von sich reden:
Ca. 3000 - 2500 v.Chr., also lange vor den Römern, haben Menschen erstmals eine als Fußweg benutzte Straße übers Moor am Ewigen Meer gebaut. Sie ist ca. 4 m breit und Bestandteil eines größeren Wegenetzes. |
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Auf das wankende Moor wird eine Schicht Holz in
Längsrichtung gelegt. Dann werden mächtige, bis zu 4 m lange und 30 cm dicke Erlenstämme mit Steinäxten gefällt, die dadurch angespitzte Enden haben. Sie werden quer auf die Unterschicht gelegt und geben nun der neuen Straße Halt. Vor dem Verlegen der Bohlen müssen jedoch noch kleinere Wasserlöcher verfüllt werden, die trotz der Unterschicht entstanden sind. Zu Hilfe kommt eine tolle neue Erfindung - hölzerne Wagen mit Rädern. Sie können von Ochsen gezogen werden und erleichtern die mühselige und schwere Arbeit. |
In der jüngeren Steinzeit wurden die germanischen Bauern langsam seßhaft. Mit steigender Lebensqualität entstand das Bedürfnis, die Agrarerzeugnisse gegen Schmuck, Waffen usw. einzutauschen. Wollte man nicht auf den umständlichen Seeweg angewiesen sein, mußte man eben übers Moor. | ||
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1984 wurden durch das Staatliche Museum für Naturkunde und Vorgeschichte
Oldenburg unter Leitung von Hajo Hayen ca. 800 m des Weges aus 1,70 m Tiefe
freigelegt, ca 2,5 km durch Bohrungen erforscht.
Das Ergebnis ist nicht nur
die Bestimmung des Alters der Straße und die Rekonstruktion des Bauablaufes.
Es ist auch ein hochinteressanter und international beachteter Beitrag zur
ostfriesischen Transport- und Verkehrsgeschichte.
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Der Weg wurde vermessen und nach den Ausgrabungen wieder mit Torf bedeckt
und ist heute unsichtbar. Schade - eine Informationstafel am
Ewigen Meer wäre er allemal wert.
Fundstücke und Dokumentationen sind im Staatl. Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Oldenburg zu besichtigen. Repliken einzelner Fundstücke und Modellnachbildungen kann man im Historischen Museum Aurich sehen. |
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Auswahl Ewiges Meer |
Historisches - Teil 2 |
Rundgang
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