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Elbsandsteingebirge - Ein kurzer Überblick |
![]() An
der Elbe oberhalb Dresdens, zwischen dem sächsischen Pirna und dem
tschechischen Dĕčín begegnet man einer der schönsten, merkwürdigsten und
faszinierendsten Landschaften Europas. Auch wer den
Grand Canyon in den USA gesehen hat und meint, das wäre nicht zu toppen,
wird hier ins Staunen und Schwärmen geraten.Das gesamte Elbsandsteingebiet umschließt die Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz und umfaßt nur ca. 710 qkm. Von Nord nach Süd und von West nach Ost mißt der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges etwa 400 qkm. In dieser überschaubaren Dimension präsentiert sich das Elbsandsteingebirge mit einer einzigartigen landschaftlichen Vielfältigkeit und Gegensätzlichkeit. Die Natur als Baumeister baute erst mit Wasser auf und trug dann mit Wasser wieder ab und modellierte allmählich das, was uns heute so fasziniert - ein Gebirge, das keines ist und zudem noch auf dem Kopf steht. Das Elbsandsteingebirge ist heute der größte Sandstein-Canyon Europas. Da sind Ebenen mit beeindruckenden Tafelbergen, tiefe Felseinschnitte mit wilden Gründen und Bächen, bizarre kleine Felsnadeln und große Felstürme, Wald über Wald, Wiesen... und die Elbe mittendrin. Und alles ist weiter in Bewegung und den äußeren Einflüssen ausgesetzt - und schutzbedürftig.
Sächsisch-Böhmische
Schweiz - das ist auch eine an Wald und Fels angepaßte und einzigartige, zum
Teil besonders geschützte Pflanzen- und Tierwelt.
Die Besiedlung der Ebenheiten und des Elbtals im Elbsandsteingebirge geht bis in die Jungsteinzeit zurück. Ab dem Hochmittelalter mit der expansiven deutschen Ostkolonisation wurde das Elbsandsteingebirge lange Zeit intensiv wirtschaftlich genutzt und ausgenutzt. Ende des 18. Jahrhunderts erwanderten und entdeckten dann Maler, Komponisten, Poeten und Pastoren die wilde Schönheit des kleinen Gebirges und verhalfen dem Elbsandstein so zu seiner heutigen Bekanntheit. So mancher Besucher, der nur zu einer Stippvisite in das Elbsandsteingebirge kommt, erliegt der Faszination der Landschaft und wird so zu einem stetem Freund und Gast, der immer wieder gern hierher kommt. Tourismus
ist mittlerweile zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Region geworden. Schon lange war die Sächsische Schweiz Naturschutzgebiet, 1990 wurden die beiden wesentlichsten Teile, das Gebiet um Rathen und das um den Winterberg, zum
Nationalpark erklärt. 2000 wurde dann der "Národní
park České Švýcarsko" (Nationalpark Böhmische Schweiz) ausgerufen. Tourismus im Einklang mit der empfindsamen Natur - das ist die große Herausforderung in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz.
Beim Wandern, beim Klettern und Radfahren erlebt man den raschen Wechsel der Landschaft und das Inversionsklima am nachhaltigsten. Hilfreich für das Durchstreifen der Sächsischen und Böhmischen Schweiz sind die überall erhältlichen Wanderkarten und die vorbildliche Beschilderung der Wanderwege. Die Infostellen des Nationalparks und die Tourismusbüros sind rund ums Erleben im Elbsandstein kompetente Partner und in den meisten Ferienunterkünften halten die Vermieter Informationsmaterialien und so manchen Einheimischen-Tip bereit. |